Unternehmertum in Afrika – eine Bestandsaufnahme

  • Afrika ist aufgrund überdurchschnittlicher Wirtschaftswachstumsraten und als die weltweit letzten unbearbeiteten Märkte seit einigen Jahren ein populäres Thema der Wirtschaft. Deutsche Unternehmen sind allerdings mit ihrem Engagement auf den afrikanischen Märkten sehr zurückhaltend. So schwankt der Anteil der deutschen Exporte nach Afrika an den deutschen Gesamtexporten seit zehn Jahren um die zwei Prozent; betrachtet man nur Subsahara‐Afrika, so waren es sogar nur 0,5 % in 2014 (Allafi und Koch 2015, S. 3). Bezüglich der Direktinvestitionen (nur Beteiligungskapital, ohne Direktinvestitionskredite) spielt Afrika eine noch geringere Rolle mit nur 1,5 % aller deutschen Investitionen in 2014, wobei hiervon so gut wie alle nach Nordafrika und Südafrika geflossen sind (Deutsche Bundesbank 2015, S. 12 f.). Neben den Standardgründen wie beispielsweise politischen Risiken, schlechter Infrastruktur, schwacher institutioneller Rahmenbedingungen und Governance‐Problemen (vgl. zum Beispiel World Bank 2016a), ist ein gängiges Markteintrittsproblem die fehlende Verfügbarkeit von lokalen Partnern in den Bereichen Vertrieb, Logistik und teilweise auch Produktion (vgl. zum Beispiel Carlowitz und Röndigs 2016). Aktuell ist ein Markteintritt in Afrika ohne lokalen Partner aufgrund der völlig anderen und schwierigen Rahmenbedingungen fast unmöglich.

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Metadaten
Name:Carlowitz, Philipp von
DOI:https://doi.org/10.1007/978-3-658-14482-1_2
ISBN:978-3-658-14482-1
Erschienen in:Praxishandbuch Wirtschaft in Afrika
Publisher:Springer Gabler
Place of publication:Wiesbaden
Editor:Thomas Schmidt
Document Type:Part of a Book
Language:German
Year of Publication:2017
Pagenumber:16
First Page:15
Last Page:30
Catalogue entry:Im Katalog der Hochschule Reutlingen ansehen
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Dewey Decimal Classification:330 Wirtschaft
Open Access:Nein
Licence (German):License Logo  Lizenzbedingungen Springer