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Eine integrative Methode zur Entscheidungsfindung im Unternehmensarchitekturmanagement

  • Unternehmen stehen aktuell aufgrund der Digitalisierung, des stetigen technologischen Fortschritts und immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen vor großen Herausforderungen. Um am Markt bestehen zu können, müssen Geschäftsmodelle öfter und schneller an sich verändernde Marktverhältnisse angepasst werden als dies früher der Fall war. Eine schnelle Anpassungsfähigkeit, auch Agilität genannt, ist in der heutigen Zeit ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Aufgrund des stetig wachsenden IT Anteils in Produkten sowie der Tatsache, dass diese IT-gestützt hergestellt werden, haben Änderungen des Geschäftsmodells große Auswirkungen auf die Unternehmensarchitektur eines Unternehmens. Eine Unternehmensarchitektur umspannt das Unternehmen, indem diese die fachlichen und technischen Strukturen, insbesondere die gesamte IT, des Unternehmens beinhaltet und integriert. Das Management der Unternehmensarchitektur ist die Disziplin zur Beherrschung und Abstimmung dieser Strukturen. An der Gestaltung der Unternehmensarchitektur wirken viele Stakeholder mit individuellen und teils gegensätzlichen Interessen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Unternehmens mit. Dies macht die Entscheidungsfindung zu einer komplexen Aufgabe. Die in dieser Arbeit entworfene integrative Methode für die Entscheidungsfindung hat das Ziel, die Betroffenen und Beteiligten, im Folgenden Stakeholder, bei ihren Entscheidungen zu unterstützen. Die Grundidee hierbei ist die systematische Einbeziehung der Interessen der Stakeholder und davon abgeleiteter Visualisierungen. Dies verleiht der Methode ihren integrativen Charakter und hilft Abhängigkeiten zwischen Stakeholdern zu erkennen. Dadurch wird die Zusammenarbeit zwischen den an Entscheidungen beteiligten Stakeholdern gefördert. Neben der systematischen Einbeziehung von Visualisierungen wird im Rahmen dieser Arbeit das Konzept der Technik eingeführt. Techniken werden ebenfalls von den Interessen der Stakeholder abgeleitet und dienen der Unterstützung bei der Durchführung von Aktivitäten der Entscheidungsfindung, indem Vorgehensweisen bei bestimmten Aufgaben vorgegeben oder Teilprozesse der Entscheidungsfindung sogar automatisiert durchgeführt werden. Das Konzept der Technik, die systematische Ableitung von den Interessen der Stakeholder sowie das Zusammenspiel mit Visualisierungen wird in dieser Arbeit in Form einer erweiterten Konzeptualisierung der Architekturbeschreibung definiert. Da die Werkzeugunterstützung in der Praxis häufig eine Herausforderung darstellt, rundet diese Arbeit ein eigens konzipiertes und prototypisch validiertes Architekturcockpit ab. Das Cockpit ist eine auf einem elektronischen Sitzungsraum basierende Werkzeugunterstützung der eingeführten integrativen Methode.
  • Due to digitalization, constant technological progress and ever shorter product life cycles enterprises are currently facing major challenges. In order to succeed in the market, business models have to be adapted more often and more quickly to changing market conditions than they used to be. Fast adaptability, also called agility, is a decisive competitive factor in today’s world. Because of the ever-growing IT part of products and the fact that they are manufactured using IT, changing the business model has a major impact on the enterprise architecture. An enterprise architecture encompasses the enterprise by including and integrating the functional and technical structures, in particular the entire IT, of the enterprise. The enterprise architecture management is the discipline for control and coordination of these structures. Many stakeholders with individual and sometimes conflicting interests from various areas of the enterprise are involved in designing the enterprise architecture. This makes decision-making a complex task. The integrative decision-making method developed in this work aims to help stakeholders to make their decisions. The basic idea is the systematic integration of stakeholder interests and derived visualizations. This makes the method integrative and improves the collaboration by supporting the identification of dependencies between stakeholders. In addition to the systematic integration of visualizations, the concept of techniques is introduced in this work. Techniques are also derived from stakeholder interests and assist in the execution of decision-making activities by describing procedures for specific tasks or even automating sub-processes of decision-making. The concept of techniques, the systematic derivation from stakeholder interests and the interaction with visualizations are defined in this work in the form of an extended conceptualization of the architectural description. Since tool support is often a challenge in practice, this work completes a specially designed and prototypically validated architecture cockpit. The cockpit is a tool based on an electronic meeting room to support the integrative method.

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Metadaten
Name:Jugel, Dierk
URN:urn:nbn:de:bsz:rt2-opus4-20086
URL:http://rosdok.uni-rostock.de/file/rosdok_disshab_0000002000/rosdok_derivate_0000057669/Jugel_Dissertation_2018.pdf
Place of publication:Rostock
Referee:Kurt Sandkuhl, Alfred ZimmermannORCiD
Referee of HS Reutlingen:Zimmermann, Alfred
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Publication:2018
Date of final exam:2018/10/11
Pagenumber:311
Dissertation note:Dissertation, Universität Rostock, 2018
Dewey Decimal Classification:004 Informatik
Access Rights:Ja
Licence (German):License Logo  Open Access